Ich bin katholisch aufgewachsen.
Meine Mutter ist katholisch, mein Vater war Atheist. Schon früh lebte ich zwischen zwei sehr unterschiedlichen Weltanschauungen.
Der Glaube war Teil meiner Kindheit, doch gleichzeitig fehlte mir oft das Vertrauen, dass Gott wirklich da ist.
Mit den Jahren entfernte ich mich immer weiter von ihm.
Nicht aus Gleichgültigkeit.
Sondern weil das Leben Fragen aufwarf, auf die ich keine Antwort fand.
Meine Kindheit und Jugend waren von Erfahrungen geprägt, die tiefe Wunden hinterließen.
Über viele Jahre erlebte ich körperliche und seelische Gewalt und Mißbrauch innerhalb meiner Familie.
Die Situation wurde schließlich so belastend, dass ich mein Elternhaus bereits mit 16 Jahren verlassen musste und in einem geschützten Mädchenhaus Zuflucht fand.
Diese Erfahrungen veränderten meinen Blick auf das Leben – und auch meinen Blick auf Gott.
Immer wieder stellte ich mir dieselbe Frage.
Je größer der Schmerz wurde, desto größer wurden auch meine Zweifel.
Doch die Fragen blieben.
Und die Sehnsucht nach Wahrheit blieb ebenfalls.
Viele Jahre später wurde meine Suche nach dem Sinn des Lebens noch stärker.
Besonders in einer Zeit, in der ich gesundheitlich sehr herausgefordert war und mit der eigenen Vergänglichkeit konfrontiert wurde, begann ich intensiver nach Antworten zu suchen.
Ich wollte verstehen, warum wir leben, was nach dem Tod kommt und ob es eine Wahrheit gibt, die größer ist als alles, was wir sehen können.
Doch anstatt zuerst zu Jesus zurückzufinden, suchte ich an anderen Orten.
Ich beschäftigte mich mit New Age, dem Gesetz der Anziehung, spirituellen Praktiken und verschiedenen Wegen, die mir damals wie Antworten erschienen.
Rückblickend erkenne ich, dass ich eigentlich nach Wahrheit suchte.
Ich wusste nur noch nicht, dass diese Wahrheit einen Namen hat.
In meinem Wunsch, Antworten zu finden, beschäftigte ich mich über viele Jahre mit unterschiedlichen spirituellen Wegen.
Ich las Bücher über das Gesetz der Anziehung, besuchte Seminare und begann mich immer tiefer mit New Age und esoterischen Praktiken auseinanderzusetzen.
Später kamen Reiki, Tarotkarten, Orakelkarten, schamanische Praktiken und weitere spirituelle Erfahrungen hinzu.
Damals glaubte ich, auf dem richtigen Weg zu sein.
Heute erkenne ich, dass hinter all diesen Wegen dieselbe Sehnsucht stand: die Sehnsucht nach Frieden, Sinn, Heilung und Wahrheit.
Doch trotz aller Erfahrungen blieb eine innere Leere zurück.
Die Antworten, nach denen ich suchte, fand ich dort nicht.
Eines frühen Morgens erlebte ich in Asien ein starkes Erdbeben.
In diesem Moment hatte ich das Gefühl, dass nicht nur die Erde erschüttert wurde, sondern auch etwas tief in mir.
Die Angst war so groß, dass ich dachte, ich könnte sterben.
Diese Frage ließ mich den ganzen Tag nicht mehr los.
Gibt es den Himmel wirklich? Gibt es die Hölle? Und wo würde ich stehen, wenn mein Leben plötzlich zu Ende wäre?
Am Abend saß ich auf dem Sofa und dachte noch immer über die Ereignisse des Tages nach.
Da hörte ich plötzlich eine Stimme.
Zunächst wusste ich nicht, wer sprach.
Doch dieselbe Aufforderung kam erneut.
Und dann ein drittes Mal – klarer als zuvor:
In diesem Moment wusste ich, dass es Gott war.
Ich stand auf, nahm die Bibel aus dem Regal und begann zu lesen.
Was in dieser Nacht begann, veränderte mein Leben für immer.
Es war der Anfang meiner Rückkehr zu Jesus Christus.
Als ich begann, die Bibel zu lesen, veränderte sich etwas tief in meinem Herzen.
Zum ersten Mal verstand ich das Evangelium wirklich.
Ich erkannte, wer Jesus Christus ist, was er für uns am Kreuz getan hat und wie sehr Gott uns liebt.
Innerhalb kurzer Zeit begann ich, mein Leben neu auszurichten.
Alles, was mit New Age, Reiki, Tarotkarten, Orakelkarten und anderen spirituellen Praktiken verbunden war, ließ ich hinter mir.
Vieles wurde aussortiert, entsorgt oder beendet.
Manche Menschen konnten diesen Weg nicht verstehen. Freundschaften gingen auseinander und Beziehungen veränderten sich.
Doch obwohl ich manches verlor, gewann ich das Wertvollste überhaupt: Jesus Christus.
Zum ersten Mal in meinem Leben wusste ich, dass ich angekommen war.
Als ich zu Jesus zurückfand, begann nicht plötzlich ein einfaches Leben.
Manche Menschen konnten meinen Glauben nicht verstehen. Freundschaften veränderten sich, und einige Menschen entfernten sich aus meinem Leben.
Doch das war erst der Anfang einer Zeit, die mich erneut vor große Herausforderungen stellte.
In den darauffolgenden Jahren erhielt ich mehrere schwerwiegende gesundheitliche und auch unheilbare Diagnosen, die mir den Boden unter den Füßen wegzogen.
Es gab Zeiten voller Angst, Unsicherheit und Fragen.
Doch gerade in diesen Momenten habe ich erlebt, dass Jesus treu ist.
Nicht jede Situation wurde sofort besser. Nicht jede Frage wurde beantwortet.
Aber egal, wie tief der Fall war – seine Hand war da, um mich festzuhalten.
Heute kann ich mit Überzeugung sagen, dass Jesus Christus der Sinn meines Lebens ist.
Er ist mein Halt geworden in den Stürmen des Lebens, meine Hoffnung in schwierigen Zeiten und die Wahrheit, nach der ich so viele Jahre gesucht habe.
Nachdem ich zu Jesus zurückgefunden hatte, verbrachte ich einige Jahre in freikirchlichen Gemeinden.
In dieser Zeit hörte ich viele kritische Stimmen über die katholische Kirche, über Maria, den Rosenkranz und zahlreiche katholische Glaubenspraktiken.
Vieles davon übernahm ich, ohne es selbst wirklich geprüft zu haben.
Deshalb hätte ich mir damals niemals vorstellen können, eines Tages wieder in eine katholische Kirche zurückzukehren.
Eines Tages spürte ich während des Gebets sehr klar den Eindruck, dass ich am kommenden Sonntag einen katholischen Gottesdienst besuchen sollte.
Zunächst wollte ich diesen Gedanken am liebsten wieder verwerfen. Zu vieles sprach in meinem Kopf dagegen.
Doch schließlich ging ich.
Als der Gottesdienst begann und die Gemeinde gemeinsam sang, hatte ich das Gefühl, nach vielen Jahren nach Hause gekommen zu sein.
Es war schwer in Worte zu fassen, aber tief in meinem Herzen wusste ich: Hier möchte Gott mich haben.
Von diesem Tag an begann ich, mich intensiver mit dem katholischen Glauben auseinanderzusetzen.
Ich entdeckte die Schönheit der Liturgie, die Tiefe des Rosenkranzes und die reiche geistliche Tradition der Kirche neu.
Vieles, was ich zuvor nur vom Hörensagen kannte, lernte ich nun selbst kennen.
Und Schritt für Schritt wurde mir bewusst, dass Gott mich nicht nur zurück zu Jesus Christus geführt hatte, sondern auch zurück zur katholischen Kirche.
Mit der Zeit entstand in mir der Wunsch, etwas von dem weiterzugeben, was ich selbst auf meinem Glaubensweg erfahren durfte.
Besonders der Rosenkranz wurde zu einem festen Bestandteil meines Gebetslebens. Gleichzeitig bemerkte ich, wie viele Menschen nach einfachen und verständlichen Möglichkeiten suchen, den katholischen Glauben besser kennenzulernen und tiefer zu verstehen.
Daraus entstand die Idee, Inhalte zu gestalten, die Menschen im Gebet unterstützen und sie auf ihrem Glaubensweg begleiten können.
Ein stilles Atelier für Gebet.
Ein Ort, an dem Rosenkranz-Unikate, digitale Gebetsbegleiter, Bücher, Kurse, Podcastfolgen und weitere geistliche Inhalte entstehen dürfen.
Nicht aus dem Wunsch heraus, etwas Besonderes zu schaffen, sondern aus Dankbarkeit gegenüber Gott und aus dem Wunsch, Menschen näher zu Jesus Christus zu führen.
Mein Gebet ist, dass KATHOLISCHES WORT Menschen dabei hilft, die Schönheit des katholischen Glaubens neu zu entdecken und die Liebe unseres Herrn Jesus Christus tiefer kennenzulernen.
Danke, dass du meinen Glaubensweg begleitet hast.
Wenn meine Geschichte eines gezeigt hat, dann dies: Kein Weg ist zu weit, kein Mensch zu verloren und keine Vergangenheit zu schwer für die Gnade Gottes.
Jesus Christus hat mein Leben verändert. Und ich glaube von Herzen, dass er auch heute noch Menschen ruft, heilt, führt und nach Hause bringt.